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Proben: jeden Montag, 20.00 bis 21.30 Uhr im Vereinshaus

Begonnen hat alles am 11. Juni 1911 mit der Gründungsversammlung und dem Beschluss zum Ankauf von 18 (!) neuen Instrumenten. Schon 1913 nahm der Chor zum ersten Mal an einem Kreisposaunenfest teil, dass damals „Auf dem Rödgen“ stattfand. Zwei Weltkriege brachten auch für den Niederndorfer Chor traurige und schmerzhafte Einschnitte. Viele kamen nicht mehr zurück. Doch die Arbeit wurde nie ganz eingestellt.

Vom Gründungsjahr bis Ende des 2. Weltkrieges hatten vier Dirigenten das Leitungsamt inne. Das waren Eduard Bottenberg, Heinrich Bäumer, Willi Achenbach und Otto Achenbach. 1947 übernahm Heinrich Bäumer wieder die Chorleitung. Mit ihm und den Nachfolgern Ewald Groos und Karl Heinrich Bender begann eine Zeit der intensiven „Nachwuchsarbeit“. Insbesondere unter der Leitung von Karl Heinrich Bender (1965 – 1986) verjüngte sich der Chor stark. Gleichzeitig begann damit auch eine mutige und engagierte Beschäftigung mit moderner Bläserliteratur, ohne das „Alte“ über Bord zu werfen.

Die 60er und 70er Jahre brachten viele junge, begeisterte Bläser hervor, die sich ihrerseits wieder um Bläsernachwuchs kümmerten und nicht zuletzt auch darum, dass von nun an Mädchen ganz selbstverständlich zu den Jungbläsergruppen gehörten. Die Begeisterung war groß, was sich auch in zahlreichen Besuchen von Bläserlehrgängen des Siegerländer Posaunenverbandes und des CVJM – Westbundes niederschlug.

Aus dem Kreis dieser Bläserinnen und Bläsern konnte dann auch im Januar 1987 Gerhard Schmidt als Nachfolger von Karl Heinrich Bender berufen werden.

Musikalisch hat der Posaunenchor sein hohes Niveau und seine bläserliterarische Vielseitigkeit durch seine probier- und musizierfreudigen Chormitglieder bis heute bewahren und ausbauen können. Gleichzeitig wurden die musikalischen Wurzeln nicht vergessen.

Die Nachwuchsarbeit ist in den vergangen 10 bis 15 Jahren in Niederndorf leider immer problematischer geworden, was sich natürlich mittlerweile im Altersdurchschnitt und in der Chorstärke bemerkbar macht, und auch dadurch, dass der Chorleiter „seinen Bass“ wieder tatkräftig unterstützt. Im Jahre 1911 startete der Chor mit 18 Bläsern. Heute sind es 13 Frauen und Männer und eine Nachwuchsbläserin.

Der Posaunenchor ist im Laufe eines Jahres an vielen Orten innerhalb und außerhalb unserer Gemeinde präsent. So zum Beispiel in Gottesdiensten, Bibelstunden, Evangelisationen, auf Jahresfestlichkeiten, Altengeburtstagen, Krankenhausdiensten und Festen innerhalb der Dorfgemeinschaft.